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Apfelbaum 1

Projekte > Obstbäume fachgerecht schneiden


Obstbäume bereichern jeden Garten mit ihren köstlichen Früchten. Dabei kann ein korrekter Schnitt die Fruchtqualität der Ernte ganz erheblich verbessern. Darüber hinaus trägt der Gehölzschnitt dazu bei, den Baum gesund zu erhalten, Schädlinge und Krankheiten so gering wie möglich oder gar ganz fern zu halten.

Ein fachgerechter Schnitt erhält das Gleichgewicht zwischen Wachstum und Blüte. Nur mit einer richtigen, fachgerechten Pflege - dazu gehört der Baumschnitt als wichtigster Faktor - wird der Baum uns mit einer schönen, gleichmäßigen, gut besonnten Baumkrone, voller Blüte und darauf folgenden Früchten, jedes Jahr Freude machen.

Welcher Baum für den kleinen Garten?

Für den kleineren Garten sind Spindel- oder Spalierbäume besser geeignet als Halb- oder Hochstämme. Diese werden auf schwach wachsenden Unterlagen veredelt und bleiben deshalb kleiner, kommen mit weniger Schnitt aus und tragen deshalb früher. Bei diesen Bäumen kann die Apfelernte meist ohne Leiter erfolgen. Auch die Pflege wird für die nächsten Jahre viel einfacher und übersichtlicher sein. Um Krankheiten und Baumsterben vorzubeugen, sollten die Standortbedingungen im Garten vor dem Kauf der Apfelbäume untersucht werden und die richtige Apfelsorte sollte dementsprechend ausgesucht werden.

Wann sollte der Schnitt erfolgen?

Der Schnitt kann vom Frühjahr bis zum Winter unter Berücksichtigung der Vogelbrutzeit vorgenommen werden. Schneiden im Herbst fördert das Wachstum und den Neuaustrieb am meisten. Starker Neuaustrieb ist auch nach sehr weitgehenden Schnittmaßnahmen oder dem Rückschnitt aller Triebe zu erwarten. Ein Winterschnitt, der bei frostfreiem Wetter erfolgen sollte, wird jedoch nur bei schwachwachsendem Kernobst durchgeführt, wie z.B. Apfel, Birne und Quitte, Sauerkirschen bleiben hier die Ausnahme.

Für Steinobst, also Zwetschge, Pflaume, Mirabelle, Reineclaude, Pfirsich, Nektarine, Aprikose, Süß- und Sauerkirsche, ist der Sommer nach der Ernte bis Ende August günstiger. Es führt zu einer Beruhigung des Triebwachstums und begünstigt die Wundheilung. Bei älteren, reich fruchtenden Bäumen ist auch ein Schnitt in der Blütezeit oder mit der Ernte möglich. Sehr späte Zwetschgensorten bilden die Ausnahme. Sie werden auch im Winter geschnitten.
Starkwachsendes Kern- und Steinobst sollte erst im Frühjahr geschnitten werden und nur einen schwachen Rückschnitt erhalten. Wird im Sommer geschnitten, kann sogar ein neues Austreiben der Äste verhindert werden!

Wie sollte der Schnitt ausgeführt werden?

An der Stammverlängerung sollten drei bis vier Leitäste, die etwas tiefer sind als die Stammverlängerung selbst, in einem Winkel von etwa 45° gleichmäßig um den Stamm verteilt sein. Wenn nötig, werden diese Leitäste durch Abspreizen oder Herunterbinden so eingekürzt, dass diese auf beiden Seiten möglichst die gleiche Höhe aufweisen (Saftwaage). Nun werden alle steil nach oben stehenden Konkurrenztriebe, die aus der Stammverlängerung entspringen, abgeschnitten. Auch an den Leitästen wird nun alles abgeschnitten, was nach innen wächst, also Richtung Stammverlängerung. Ebenso werden steil aufrechte und nach innen wachsende Triebe sowie Konkurrenztriebe entfernt. Kranke und abgestorbene Zweige (Äste) werden ebenfalls bis ins gesunde Holz zurück geschnitten oder ganz abgeschnitten.

Was sollte beim Schnitt beachtet werden?

Um möglichst keine großen Wunden am Baum zu hinterlassen ist folgendes zu beachten:
Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass immer knapp oberhalb von einem nach außen gerichteten Auge (Knospe), leicht schräg vom Auge weg, in Richtung Boden, zurück geschnitten. Das Wasser kann so gut ablaufen - Siehe Bild 1. Oder auf einen anderen Ast nach außen abgesetzt (abgeleitet) - Siehe Bild 2. An einer Triebgabelung mit einer scharfen Schere den Ast so abschneiden, dass kein Zapfen am Astring verbleibt, aus dessen schlafenden Augen sich meist in das Kroneninnere gerichtete Triebe (Wassergeschosse) entwickeln - Siehe Bild 3.



Sollen stärkere Äste ganz entfernt werden, wird in etwa 30 cm Abstand zum Hauptast mit einer Baumsäge, zunächst von unten nach oben zu 1/3 angeschnitten - dann etwas versetzt - von oben nach unten, abgeschnitten. So wird vermieden, dass der Ast absplittert oder die Rinde einreißt. Danach kann an der Basis auf Astring bündig und sauber abgeschnitten werden. Wenn nötig, dann glättet man die Wundränder mit einem scharfen Messer (Hippe) und verschließt die Fläche mit Baumwachs.
Bei einer großen Wunde am Stamm wird mit einem handelsüblichen Wundverschlussmittel nicht der ganze Holzkörper zugestrichen, sondern nur ein Ring auf das zellteilungsfähige Gewebe (Kambium unter der Rinde) gelegt. So kann die Wunde besser abtrocknen und der Befall mit holzzerstörenden Pilzen kann verhindert werden.

Zusammenhang zwischen Schnitt und Wuchsreaktion:

1. Rückschnitt

Das Einkürzen eines einjährigen Triebes oder Astes führt zu einer Verzweigung. Je stärker der Rückschnitt, desto stärker der Austrieb. Es bleiben nur eine verhältnismäßig geringe Zahl von Knospen übrig. Es entstehen dann wenige, aber dafür kräftige, neue Triebe.
Auf einen schwachen Rückschnitt reagiert der Baum dagegen mit vielen, dafür aber verhältnismäßig schwachen, neuen Trieben. Mit anderen Worten: Schwacher Rückschnitt fördert die Bildung von Fruchtholz und verhindert die Entwicklung starker Holztriebe.

2. Wegschnitt

Die Entfernung eines ganzen Triebes oder Astes an der Basis. Es erfolgt an dieser Stelle in der Regel ein Neuaustrieb, besonders, wenn auf Stummel geschnitten wird.

3. Reißen

Das Herausreißen von krautigen Trieben im Juni oder das Reißen von Trieben und Ästen im August oder im Winter. Es erfolgt kein oder nur ein schwacher Neuaustrieb. Die Wund-
heilung ist besser als beim Schnitt!

4. Ableiten, (Absetzen)

Das Abschneiden eines Astes an einer Verzweigung, so dass der Saftstrom auf einen Seitenast oder -trieb abgeleitet (abgesetzt) wird. Der Durchmesser des verbleibenden Triebes oder Astes bzw. bei mehreren die Summe der Durchmesser sollte mindestens halb so dick sein wie der Weggeschnittene Ast. Dann erfolgt kein Neuaustrieb! Generell die günstigste Schnittvariante. Siehe auch untenstehende Skizze.






Weitere Informationen zu diesem Projekt erhalten Sie auch unter Obstbäume fachgerecht schneiden “Apfelbaum 2 und “Spalierobst anbauen“.

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